Musiktherapie

Die Musiktherapie nutzt die Verarbeitung der Musik im limbischen System des Gehirns. Dort, werden auch unsere Gefühle verarbeitet. Da dieses Zentrum tiefer liegt als die Hirnrinde, wo „gedacht“ wird, kann es bei Musik zum Gedankenstillstand kommen und eine andere Wahrnehmung der Realität erfolgen. Deshalb geniessen wir Musik so sehr, weil Entspannung anfängt. Der Gedankenstrom, der uns manchmal quält, kann bei bewusster Musikwahrnehmung abreißen – eine wohltuende Pause.

Die Musiktherapie nutzt also das Medium Musik und setzt es in vielen Bereichen ein.

 

Diese sind:

  • Psychosomatik/ auch Burnout
  • Psychiatrie /akut und chronisch
  • Rehabilitation /Herz OP, Orthopädie u.a.
  • Seniorenbereich – Altenheim, Geriatrie
  • Kinder/ Entwicklungsverzögerungen
  • bei Menschen mit Körperbehinderung
  • bei Menschen mit geistiger Behinderung
  • Suchtbereich
  • Onkologie/ Hospiz
  • Neonatologie
  • Wachkoma-  und Intensivstation

Der psychotherapeutische Ansatz der Musiktherapie ist einer davon. Mit dem Erwachsenen wird das, was während der Musik (aktiv oder rezeptiv) erlebt wird, im Nachgepräch reflektiert und in Bezug zum Alltag und den daraus resultierenden Problembereichen gesetzt. Ziele werden spielerisch mit dem Medium Musik ausprobiert: z.B.: „Wie fühlt es sich an mal zu führen oder sich führen zu lassen? “ Jeweils die andere Rolle zu übernehmen, was bewirkt das bei mir?“ können Fragen sein, die mit und durch die Musik beantwortbar werden auf Gedanken- und Gefühlebene.

Musik ist ein non-verbales Medium, d.h. Kommunikation ohne abgenutzte Worte und leere Worthülsen ist möglich. Interaktion auf emotionaler Beziehungsebene findet direkter und schneller als mit Worten statt.

Musiktherapie gibt der fühlenden Gehirnhälfte Raum, neue Problemlösungen zu finden, dadurch Handlungsspielräume zu erweitern und damit die eigene Lebensqualität zu verbessern.

Da Kinder so wie auch Erwachsene Musik vorwiegend positiv erleben, kann Musiktherapie durch den Spaß an dem Medium verschiedenste Symptome oder Entwicklungsverzögerungen therapeutisch begleiten und nicht gelebte Bereiche erlebbar machen.

Musiktherapie ist nicht nur Entspannung, wie Musik Cd´s oft suggerieren, sondern Therapie braucht im musiktherapeutischen Sinne immer eine Beziehung zwischen Musik-Klient und Therapeut/in, bei der es auch mal spannend werden kann!

Es gibt sie auch als Gruppentherapie, bei mir finden aber nur Einzeltherapien statt.

 

raum2

Weitere Infos auch unter:

www.musiktherapie.de oder das Buch „Die Heilkraft der Musik“