Ankes Sprachförderung

Sprachförderung – Durch Musik zur Sprache? Klangsprache?

„Das Singen ist die eigentliche Muttersprache aller Menschen.“ Yehudi Menuhin (verstorbener genialer Geiger mit Weltruhm)
Sprachförderung durch Musik in Ihrer Kita? Kontaktieren Sie mich einfach.

Für eine neue Fördergruppe von ca. 4-5 Kindern im Vorschulalter, auch gerne Flüchtlingskinder, ab September , suche ich noch interessierte Förderer und eine Kita, die von dem Projekt profitieren möchte. Bitte bei Interesse bei mir melden, auch über Kontaktformular. Ich schicke genauere Unterlagen zu.

als in Schwelm tätige Dipl. Musiktherapeutin(FH), gehöre ich einer Weiterbildungsgruppe der Universität Münster unter Leitung von Frau Prof. Dr. Rosemarie Tüpker an (Leiterin des dortigen Studiengangs „Musiktherapie“), die ein Konzept zur Sprachförderung mit musik-therapeutischen Mitteln entwickelt hat und welches ich Ihnen nachfolgend gern vorstellen möchte:

Konzeptbeschreibung:

Das ganzheitliche Förderkonzept Durch Musik zur Sprache hat zum Ziel, die Sprachfähigkeit von Vorschul- und Grundschulkindern durch ein niederschwelliges musiktherapeutisches Angebot zu verbessern, das vor allem die emotionalen und sozialen Hintergründe von Sprachdefiziten berücksichtigt und behandelt. Durch eine Verbindung von pädagogischen und therapeutischen Methoden sollen Kinder Sprache als Mittel zur Erfahrung von Selbstwirksamkeit, als Mittel des Ausdrucks des Eigenen und als erweiternde Kommunikation mit anderen erfahren können. Die Brückenfunktion Musik unterstützt dabei die Kinder, zu ihrer Sprache zu finden.

Zielgruppe:

Zielgruppe sind alle Vorschulkinder im Alter von ca. 4 – 6 Jahren, die nicht über eine altersgemäße Sprachentwicklung verfügen bzw. Kinder, die durch einen Migrations-/Flüchtlingshintergrund besonderen Schwierigkeiten beim Spracherwerb ausgesetzt sind. Diese Kinder sollen eine musiktherapeutische Sprachförderung erhalten, in deren Zentrum vor allem die Behandlung der emotionalen und kommunikativen Aspekte von Sprachdefiziten steht. Das Angebot versteht sich dabei nicht als Ersatz der im Rahmen z.B. der Sprachstandsfeststellung entwickelten Sprachförderangebote, sondern versteht sich als therapeutische Ergänzung der gezielten pädagogischen Sprachförderung.

Wichtig:

Durch den Ausgangspunkt Musik ist dieses Förderangebot gleichermaßen für deutschsprachig aufgewachsene Kinder wie für Kinder mit Migrationshintergrund geeignet.

Methoden:

Mit Hilfe des Mediums Musik und durch ein Setting, welches pädagogische so wie therapeutische Erfahrungen einbezieht und je nach individuellen Erfordernissen nutzt, soll das Angebot zu einer Nachreifung beitragen, die es den Kindern ermöglicht, Sprache als etwas Eigenes und als wünschenswerten Zugewinn zu erfahren.

Durch die Übergangsqualität der musikalischen Erfahrung soll auch Sprache als Ausdrucks- und als Beziehungsmedium erfahrbar werden. Sie soll den Kindern ermöglichen, sich selbst und das, was sie erleben, mitteilen zu können und auf Verständnis zu stoßen, von sich erzählen zu können und gehört zu werden, etwas über andere und über die Welt zu erfahren und daran teilhaben zu können. Wir erwarten, dass dadurch eine psychologisch günstigere Grundlage für die konkrete Sprachförderungen geschaffen wird und dass die Sprachentwicklung selbst, sich durch das Zusammenwirken von Musik und Sprache (Fingerspiele, Lieder, Spiele, gesungene Sprache), potenzieren lässt.

Das Besondere:

Insbesondere für Kinder mit Migrationshintergrund kann das Medium Musik das Erlernen von Sprache und Kommunikation, jenseits des muttersprachlichen und kulturellen Kontextes, unterstützen. Im gemeinsamen spielerischen Tun kann eine gezielte Förderung von Selbstvertrauen, Flexibilität und Achtsamkeit im Umgang miteinander stattfinden. Das gemeinsame Musizieren, insbesondere das musikalische Improvisieren, regt die Kreativität und die Fantasie an und fördert die Fähigkeit, auf sich und auf andere zu hören (Grundlage jeglicher Kommunikation, wie Männer und Frauen wissen). Ebenfalls kann es zu einer verbesserten Affektregulation führen. Diese Erfahrungen werden aus dem „Prob(i)eraum Musik“ in den Alltag übertragen.

Durchführung:

Wir sind nun auf der Suche nach regionalen oder überregionalen Fördergeldern, um das Projekt möglich zu machen, da weder den betroffenen Familien, noch den Einrichtungen Kosten entstehen sollen.

Verschmelzung:

Die musikalische Förderung mit 0-6 Jährigen, die ich 14 Jahre lang mit den „Musikkäfern“ in Schwelm leistete und die neue Weiterbildung können nun miteinander verschmelzen zu einer qualitativ hochwertigen musikalischen Sprachförderung mit Liedern, Bewegungsliedern, Tanz, Rollenspiel, Archtypen- (Märchen)arbeit u.a.

Bestens geeignet weil:

Musik ist einfach das Medium, um im vorsprachlichen Bereich zu fördern, da sie, wie im Mutter-Kind Dialog, mit Klängen, Melodien, Echospielen (Nachahmung) und Rhythmen auskommt, eben nonverbal funktioniert. Kinder können in dem Konzept von Tüpker vorgegebene Ideen umstrukturieren und zu ihren eigenen machen, können erstmal ohne Sprache Selbstbewußtsein in der non-verbalen Kommunikation gewinnen, weil sie bestärkt werden (Nachahmung, Wiederholung) und ihre eigenen Ressourcen entdecken können („Ich kann mich klanglich äußern und das hört sich schön an und macht Spass).